Spaß auf dem Elektro-Bike

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elektrobikeSCHÖNAU. Dass es rund läuft bei den Unternehmen Heinzmann und Perm Motor in Schönau, davon konnte sich der Staatssekretär und FDP-Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher auch auf einem Elektro-Bike überzeugen. Und den mit Elektromotor angetriebenen VW Lupo wollte Burgbacher anlässlich seines Besuchs im Oberen Wiesental ebenfalls ausprobieren.

"Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Burgbacher und zeigte sich beeindruckt vom leistungsstarken Motorrad, bei dem er jedoch den röhrenden Sound vermisste. Es fährt bis zu 110 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite von 80 Kilometern. Das mehr als 100 Jahre alte Unternehmen Heinzmann, das Verbrennungsmotoren für Schiffe, Industriefahrzeuge und andere Offroad-Bereiche entwickelt, engagiert sich seit der Übernahme der Perm Motor GmbH verstärkt in der Elektromobilität.

Elektromotoren seien ein zukunftsträchtiges Feld, bestätigte dann auch der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Burgbacher ist zugleich Regierungsbeauftragter für Mittelstand und Tourismus. Heinzmann und Perm seien Musterbeispiele für mittelständische Firmen, sagte der FDP-Abgeordnete, nachdem die Geschäftsführer Professor Dr. Richard Zahoransky und Karl-Heinz Knörzer die Firmengruppe und ihre Produkte in einer Präsentation vorgestellt hatten.
Der Mittelstand sei Innovationsträger, so FDP-Mann Burgbacher. "Was Sie hier machen, ist ungeheuer weitblickend", lobte er die Unternehmer.

Auf finanzielle Förderung angesprochen, betonte der Staatssekretär, dass diese zunächst in die Entwicklung gehen soll. Die Politik erarbeite Standards und Normen, die Wirtschaft müsse jedoch selber arbeiten, lehnte Burgbacher staatliche Lenkung ab. "Richtige Lösungen bilden sich am Markt aus", meinte er.
Karl-Heinz Knörzer würde eine entsprechende Gesetzgebung befürworten, um die Entwicklung zu beschleunigen. In den Städten sähe es anders aus, wäre nur jeder Zweitwagen ein E-Mobil. "Strom haben wir genug", sagte Knörzer, doch hinke die Lade-Infrastruktur hinterher. Theoretisch könnte man an jedem Lichtmast eine Ladestation anbringen, so der Fachmann.

Das Thema Fachkräftemangel brachte FDP-Landtagskandidatin Heidi Thron ins Gespräch. Die hohe Lebensqualität im Schwarzwald müsse mehr in den Vordergrund gerückt werden, positive Standortfaktoren müssten besser vermarktet werden, befand auch Burgbacher.

Die Schönauer Firmengruppe Heinzmann rekrutiert ihre Fachkräfte hauptsächlich von den Hochschulen in Offenburg, Konstanz und Furtwangen, berichtete der Geschäftsführer Richard Zahoransky.